Die von uns geförderten Projekte sind 
unsere Fenster in die Welt.

Die von uns geförderten Projekte sind unsere Fenster in die Welt.

   

Was wir fördern

Projekteinblicke

Unser Anliegen ist es, mit unserer Öffentlichkeitsarbeit bestehendes Engagement und beispielhafte Projekte sichtbar zu machen. Darum rücken wir nicht nur in unseren Print-Publikationen die geförderten Initiativen und die Menschen dahinter in den Mittelpunkt, sondern haben auch auf unserer Website großen und kleinen Leuchtturmprojekten einen besonderen Platz eingeräumt.

An dieser Stelle möchten wir mit Kurzberichten über das aktuelle Projektgeschehen informieren sowie durch vertiefende Beiträge und Interviews einen möglichst anschaulichen Eindruck von den Initiativen vermitteln, die wir als Stiftung mit ermöglichen und begleiten dürfen.

Damit das gelingt, haben die Kolleginnen und Kollegen aus der Öffentlichkeitsarbeit viele der beschriebenen Projekte gemeinsam mit den zuständigen Projektleiterinnen bzw. -leitern besucht und sich vor Ort ein eigenes Bild von den Organisationen und Menschen gemacht.

Ihre Beispiele sollen in Text und Bild anderen Engagierten eine Orientierung über die Fördermöglichkeiten der Software AG – Stiftung (SAGST) vermitteln und Mut machen, neue Wege zu gehen.

Gute Begleitung auch bei schwerer Behinderung: „Qualitätsoffensive Teilhabe“

Nach dem Ende ihrer Schulzeit haben Menschen mit komplexem Hilfebedarf in Deutschland kein Anrecht auf weitere Bildungsmaßnahmen, wenn sie nicht in eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM) aufgenommen werden, sondern eine Förderstätte besuchen. In der inhaltlichen und organisatorischen Ausgestaltung unterscheidet sich diese erheblich von einer WfbM. Längst nicht alle Förderstätten sind in der Lage, den begleiteten Menschen die Teilhabe an gesellschaftlich und kulturell bedeutsamen Lebensbereichen so zu ermöglichen, wie es laut UN-Behindertenrechtskonvention eigentlich ihr Auftrag wäre.

Hier setzt das kürzlich abgeschlossene, vierjährige Forschungsprojekt „Qualitätsoffensive Förderbereich“ an, das die Abteilung „Pädagogik bei Geistiger Behinderung“ an der Humboldt Universität Berlin in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg durchgeführt hat. Die WissenschaftlerInnen haben darin in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Praxisorten nicht nur pädagogische Grundlagen sowie methodisch-didaktische Kompetenzen erforscht, sondern auch Bildungsmodule für Menschen mit Schwer- bzw. Schwerstbehinderung und Weiterbildungskonzepte für die sie begleitenden Fachkräfte entwickelt. Diese stellen sie nun den verantwortlichen Arbeits- oder Bildungsorten als Orientierung bzw. Hilfestellung zur Verfügung stellen.

So ist ein umfangreiches, multimediales Webportal entstanden, das neben über 60 Filmen rund 250 Impulsfragen und Reflexionsübungen sowie mehr als 1.000 Hinweise zu weiterführenden Materialien enthält. Alle Inhalte werden unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht, die eine kostenfreie Verwendung im gemeinnützigen Bereich erlaubt. „Auch Menschen mit komplexen Behinderungen haben ein Recht auf gesellschaftliche Teilhabe“, erklärt SAGST-Projektleiter Konrad Lampart. „Dieses Forschungsprojekt bietet eine wichtige und überfällige Grundlage hierfür.“ Ergänzend zur Website erscheint ein praxisorientiertes Handbuch für die Aus- und Weiterbildung, das ebenfalls zentrale Aspekte für die Arbeit mit erwachsenen Menschen mit hohem Assistenzbedarf darlegt.

Wolfgang Lamers, Oliver Musenberg und Teresa Sansour (Hg.): Grundlagen für die Arbeit mit erwachsenen Menschen mit schwerer Behinderung – ein Handbuch für Praxis, Aus- und Weiterbildung. Athena-Verlag 2021, 296 Seiten.


Jugendliche mit Assistenzbedarf Arm in Arm

Mehr Gestaltungsfreiräume und individuellere Unterstützung für Menschen mit Assistenzbedarf, aber auch mehr Bürokratie und noch so manche ungeklärte Frage: Benjamin Andrae, Vorstandsmitglied im Anthropoi Bundesverband, erläutert im Interview den Stand der Dinge in Sachen Bundesteilhabegesetz. Für Einrichtungen des anthroposophischen Sozialwesens eröffneten die aktuellen Reformen demnach Entwicklungsperspektiven, die zu einer neuen Qualität in der Gemeinschaftsbildung führen können.


Waldorfschüler lernen von ihrem Lehrer den Umgang mit Hörfunktechnik

Wie lernen Kinder und Jugendliche, Medien souverän zu nutzen? Und was können Kindergärten und Schulen tun, um sie altersgemäß an verschiedene Medien heranzuführen – analoge ebenso wie digitale? Diesen Fragen geht ein aktuelles Forschungsprojekt der Alanus Hochschule im Kontext reformpädagogischer Einrichtungen nach. Ende 2020 wurden erste Ergebnisse in einem Zwischenbericht veröffentlicht.


Helping hands: carer looks after old woman with walking stick

Das wichtige Thema Demenz stand im Mittelpunkt der Benefizaktion „Echo hilft!“ der Regionalzeitung Darmstädter Echo. Neben den fünf Hauptprojekten konnten sich diesmal vier weitere Initiativen über finanzielle Unterstützung freuen: Die SAGST stellte dafür einen Sondertopf mit 10.000 Euro bereit. Insgesamt kamen 261.634,77 Euro für südhessische Demenz-Projekte zusammen.


Mütter spielen auf Decken im Garten mit ihren Kleinkindern

Der Alltag mit Kleinkindern bringt für die meisten Eltern viele Fragen mit sich – und auch so manche Herausforderung. Umso wichtiger ist der Austausch mit anderen Familien, manchmal hilft auch der fachlich geschulte Blick von außen. Beides bietet der offene Treff „Drop-In(klusive)“ des Frauen- und Familienzentrums „SzenenWechsel“ in Seeheim-Jugenheim.