Die von uns geförderten Projekte sind unsere Fenster in die Welt.

   

Was wir fördern

Projekteinblicke

Unser Anliegen ist es, mit unserer Öffentlichkeitsarbeit bestehendes Engagement und beispielhafte Projekte sichtbar zu machen. Darum rücken wir nicht nur in unseren Print-Publikationen die geförderten Initiativen und die Menschen dahinter in den Mittelpunkt, sondern haben auch auf unserer Website großen und kleinen Leuchtturmprojekten einen besonderen Platz eingeräumt.

An dieser Stelle möchten wir mit Kurzberichten über das aktuelle Projektgeschehen informieren sowie durch vertiefende Beiträge und Interviews einen möglichst anschaulichen Eindruck von den Initiativen vermitteln, die wir als Stiftung mit ermöglichen und begleiten dürfen.

Damit das gelingt, haben die Kolleginnen und Kollegen aus der Öffentlichkeitsarbeit viele der beschriebenen Projekte gemeinsam mit den zuständigen Projektleiterinnen bzw. -leitern besucht und sich vor Ort ein eigenes Bild von den Organisationen und Menschen gemacht.

Ihre Beispiele sollen in Text und Bild anderen Engagierten eine Orientierung über die Fördermöglichkeiten der Software AG – Stiftung (SAGST) vermitteln und Mut machen, neue Wege zu gehen.

Sturzprävention durch Tai Chi und Heileurythmie?

Foto: C. Fischer/Fotogalerie: M. Köller

Können Tai Chi und Eurythmie-Therapie das Sturzrisiko bei älteren Menschen senken? Dieser Fragestellung gehen Forscher am Universitätsklinikum Freiburg mit einer bundesweiten Studie nach. Dabei unterstützt sie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für vier Jahre mit zwei Millionen Euro.

Gesucht werden für diese Studie 550 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 65 Jahren, die aufgrund einer chronischen Erkrankung und/oder starken Medikation ein hohes Sturzrisiko haben bzw. in ihren Bewegungen unsicher geworden sind. Sie werden in drei Gruppen aufgeteilt und erhalten ein halbes Jahr lang regelmäßig die übliche Regelversorgung bzw. eine Tai Chi oder Eurythmie-Therapie, die die körperlichen und geistigen Sinnesfunktionen trainieren soll.

Ziel dieser Studie ist es, zu prüfen, ob unterschiedliche Sturzhäufigkeiten beobachtet werden können und sich – je nach Therapieform – Unterschiede in Bezug auf Angst vor Stürzen, Mobilität und Balance sowie Lebensqualität, Stimmung oder Kognition zeigen.

„Wir gehen davon aus, dass physische und psychische Fitness nicht nur vielen Erkrankungen vorbeugen und den Umgang mit ihnen erleichtern kann, sondern die Betroffenen auch wieder Sicherheit in der Bewegung verspüren lässt,“ beschreibt Studienleiterin Dr. Gunver Kienle, Ärztin am Zentrum für Naturheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg, den Forschungsansatz. Das mindere die Angst vor Stürzen, die im Alter häufig die Selbstständigkeit beende, und senke die Kosten aufgrund gesundheitlicher Folgen enorm.

Parallel zu dieser Studie an der Universität Freiburg, bei der über sogenannte Sturztagebücher der Erfolg von Tai Chi oder Heileurythmie vornehmlich mit subjektiven und eher weichen Parametern nachgewiesen werden soll, ist am Studienzentrum Essen – unterstützt durch die Software AG – Stiftung (SAGST) – eine Substudie geplant, welche u.a. den Einfluss der genannten Therapien auf die Telomerlänge untersucht.

„Die Telomerlänge“, so SAGST-Projektleiterin Sandra Würtenberger „ist als harter wissenschaftlicher Marker für die Zellalterung in der konventionellen Medizin anerkannt.“ Deshalb könne die Substudie, erklärt Würtenberger weiter, bei entsprechenden Ergebnissen die Aussagekraft der Hauptstudie noch deutlich erweitern und der Nachweis einer positiven Beeinflussung der Telomerlänge durch die Heileurythmie dieser zu einer größeren wissenschaftlichen Beachtung verhelfen.


Ein ungewöhnliches Kunstprojekt hat Anfang Juni der Bielefelder Verein „Die Wortfinder“ gestartet: Über insgesamt drei Jahre werden sich Menschen mit und ohne kognitive Beeinträchtigungen kreativ mit Kunst und Sprache auseinandersetzen.


Die Zahnklinik der Universität Witten/Herdecke (UW/H) ist die einzige Universitäts-Zahnklinik in Deutschland mit einem Lehrstuhl und einer Abteilung für Behindertenorientierte Zahnmedizin. Seit Kurzem gehört nun auch eine inklusive Ambulanz in Volmarstein zum beispielhaften Engagement der U/WH.


Einen differenzierten Blick auf die Zusammenhänge zwischen Pflanzenvitalität und gesunden Nahrungsmitteln bietet eine Neuerscheinung in englischer Sprache: „Vitality – from Soil to Stomach“ plädiert für einen erweiterten Qualitätsbegriff.


Den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft können wir nicht mit Rezepten von gestern begegnen – diese Überzeugung liegt der Initiative „Schule im Aufbruch“ zugrunde. Mit Unterstützung der Software AG – Stiftung will sie ihre überregionale Beratungsarbeit weiter ausbauen und interessierte Schulen bei der Entwicklung neuer Lernkonzepte begleiten.