Die von uns geförderten Projekte sind unsere Fenster in die Welt.

   

Was wir fördern

Projekteinblicke

Unser Anliegen ist es, mit unserer Öffentlichkeitsarbeit bestehendes Engagement und beispielhafte Projekte sichtbar zu machen. Darum rücken wir nicht nur in unseren Print-Publikationen die geförderten Initiativen und die Menschen dahinter in den Mittelpunkt, sondern haben auch auf unserer Website großen und kleinen Leuchtturmprojekten einen besonderen Platz eingeräumt.

An dieser Stelle möchten wir mit Kurzberichten über das aktuelle Projektgeschehen informieren sowie durch vertiefende Beiträge und Interviews einen möglichst anschaulichen Eindruck von den Initiativen vermitteln, die wir als Stiftung mit ermöglichen und begleiten dürfen.

Damit das gelingt, haben die Kolleginnen und Kollegen aus der Öffentlichkeitsarbeit viele der beschriebenen Projekte gemeinsam mit den zuständigen Projektleiterinnen bzw. -leitern besucht und sich vor Ort ein eigenes Bild von den Organisationen und Menschen gemacht.

Ihre Beispiele sollen in Text und Bild anderen Engagierten eine Orientierung über die Fördermöglichkeiten der Software AG – Stiftung vermitteln und Mut machen, neue Wege zu gehen.

Fruchtbare Forschung: Studie zur goetheanistischen Morphologie

Foto: Charlotte Fischer

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1834) war nicht nur einer der wichtigsten deutschsprachigen Dichter, sondern auch ein leidenschaftlicher Naturforscher. In seinen Arbeiten zur Morphologie (Lehre von der Form) suchte er nach einer Art Urbild von Organismen und erklärte damit, etwa am Beispiel der Metamorphose von Pflanzen, wesenstypische Merkmale.

In der modernen Biologie hingegen spielt die Morphologie nur noch eine Nebenrolle, im Vordergrund stehen Forschungen auf molekularer Ebene. Dennoch gibt es Phänomene, die mit der bisher gebildeten Theorie, mit Verweisen auf Genetik und Umwelteinflüsse, nicht hinreichend erklärt werden können. Die evolutionäre Entwicklungsbiologie, kurz Evo-Devo (vom englischen Begriff Evolutionary Developmental Biology), fragt deshalb verstärkt nach dem Zusammenhang zwischen der Entwicklung des Einzelorganismus und der Art.

In einem Forschungsprojekt zu Goetheanismus und Blütenmorphologie etwa hat sich der Biologe João Felipe Toni damit auseinandergesetzt, ob sich Morphologie und moderne Biologie vereinbaren lassen. Kooperationspartner dabei waren die Naturwissenschaftliche Sektion am Goetheanum und der Royal Botanic Garden Edinburgh. Für seine Masterthesis an der Universität Basel, die Dr. Louis Ronse De Craene betreut hat, untersuchte der Forscher die Blütenentwicklung an sechs Arten aus der Familie der Rosengewächse, und zwar phänomenologisch von der makroskopischen Beobachtung über die Mikroskopie bis zur Elektronenmikroskopie.

Im Mittelpunkt standen dabei die Fragen, aus welchen Anlagen sich die einzelnen Blütenorgane wie zum Beispiel Kelch-, Kron- und Staubblätter entwickeln und  wie eines dieser Organe (z.B ein Kronblatt) im Laufe der Evolution in ein anderes (z.B. ein Staubblatt) umgewandelt werden kann. Mit Bildern aus dem Elektronenmikroskop konnte João Felipe Toni dabei die von Goethe postulierte Metamorphose der Pflanzen bestätigen. Vielmehr noch: Goethes Ideen passen widerspruchsfrei zu den heutigen Erkenntnissen der Biologie. Sie leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der genetischen Abstammung der Blütenpflanzen, sondern erweitern auch das in der modernen Wissenschaft vorherrschende Verständnis von Leben und Evolution auf fruchtbare Weise. Das belegen nicht zuletzt mehrere Veröffentlichungen in renommierten Fachjournalen und angeregte Diskussionen im Rahmen mehrerer wissenschaftlicher Tagungen, auf denen João Felipe Toni seine Studienergebnisse präsentieren konnte.


Mit dem demografischen Wandel gewinnt der Tod für einen Großteil der Gesellschaft an Bedeutung. Dennoch ist die Auseinandersetzung mit dem eigenen Sterben für viele immer noch ein Tabuthema. Das gilt insbesondere auch im Umgang mit Menschen mit Behinderungen. Diesem gesellschaftlichen Schweigen will die Europäische Senioren Akademie (ESA) etwas entgegensetzen.


„Der Erfolg hat viele Väter“: An diese Redensart mag sich erinnert fühlen, wer den Werdegang der Sozialtherapie in Juchowo verfolgt hat, die nun mit der feierlichen Eröffnung der „ZAZ“ (Abkürzung für „Zakład Aktywności Zawodowej) ihren Höhepunkt fand.


Wenn ein Mensch im Sterben liegt, bricht auch für Angehörige und Freunde eine schwere Zeit an. Dies gilt in besonderem Maße beim Tod eines Kindes. Der Ambulante Kinderhospiz- und Familienbegleitdienst der Malteser unterstützt in Südhessen Familien nicht nur in dieser dramatischen Lage, sondern bietet auch Hilfestellungen für den Alltag mit schwer- bzw. lebensverkürzend erkrankten Kindern an.


Reparieren statt wegwerfen – wie das geht, lernen Schüler*innen der Rudolf-Steiner-Schule München-Schwabing in einer Reparaturwerkstatt. Ihre mehrjährigen Erfahrungen dokumentiert das neu erschienene Handbuch „Reparieren macht Schule“.